Schulausflug nach Bregenz zu „La Traviata“

„La Traviata“ von Giuseppe Verdi, Kultur trotz Regenwetter


Auch dieses Jahr ging es für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8,9 und 10 wieder nach Bregenz, um die Generalprobe der diesjährigen, italienischen Oper „La traviata“ zu sehen. Die Oper erzählt die tragische Geschichte der jungen Kurtisane Violetta Valéry, die sich in Alfredo Germont verliebt. Für ihre Liebe gibt sie ihr bisheriges Leben auf. Doch Alfredos Vater fordert sie auf, die Beziehung zu beenden, um den Ruf seiner Familie zu schützen. Aus Liebe verzichtet Violetta auf ihr eigenes Glück und verlässt Alfredo. Erst als Violetta schwer erkrankt im Sterben liegt, erfährt Alfredo die Wahrheit. Er kehrt zu ihr zurück, doch die Versöhnung kommt zu spät – Violetta stirbt in seinen Armen. Damit endet die Oper als bewegendes Drama über Liebe, Opfer und gesellschaftliche Vorurteile. Wie in der Realität leben die Figuren in einer Welt, in der Geld und der gesellschaftliche Ruf über allem stehen und für Gefühle wenig Raum bleibt.

Am 18. Juli 2026 um 19 Uhr trafen wir uns am Haupteingang der Bregenzer Festspiele und bekamen dort unsere Karten ausgeteilt. Dann hatten wir bis 20:45 Uhr Zeit und konnten uns in Bregenz aufhalten, was viele Schüler aufgrund des regnerischen Wetters gar nicht gemacht hatten. Die Sonne verschwand hinter den Regenwolken aber die gute Stimmung blieb. Es wurden gelacht, gegessen und die Freude auf die Aufführung wurde immer größer. Mit leichter Verzögerung und Regenponchos ging es um 21.00 auf unsere Plätze.

Gemeinschaftsschule Argenbühl

Das Bühnenbild war wie letztes Jahr atemberaubend, es stellt einen riesigen Spiegel da, dessen Splitter einzeln bewegbar sind, wie sich im Laufe des Stücks herausstellt. Auf der genialen Seebühne, vor der schönen Kulisse des Bodensees auf der die Sänger und Sängerinnen im klaren Wasser des Bodensees singen und schauspielern haben wir unfassbare Talente gesehen, was Schauspielfähigkeit und Stimmlage betrifft. Begleitet werden sie erstklassig von den Wiener Symphonikern, dem Orchester aus Wien. Auf einem Bildschirm im Bühnenbereich kann man das Ensemble und den Dirigenten sehen, was sehr interessant ist und für Abwechslung sorgt.

Auch die Kostüme sind mal wieder genial und unfassbar aufwendig gestaltet worden. In diesen hohen Tönen muss man auch die Tanzchoreographien, die Tänzer und alle, die daran beteiligt waren, loben. Wirklich 100% synchrone Bewegungen, man kann sehr gut erkennen, dass die gesamte Aufführung extrem viel Zeit für Planung, Organisation, Herstellung von Bühnenbild und Kostümen und schließlich auch Proben in Anspruch genommen hat und sicher auch jetzt immer noch nimmt. Am Ende ist noch wichtig zu erwähnen, dass die gesamte Oper auf italienisch ist. Auf zwei Bildschirmen wird ein deutscher und englischer Untertitel angezeigt, doch es ist beeindruckend, dass die Sänger aus verschiedenen Ländern kommen, beispielsweise kommt Stacey Alleaume (Violetta) aus Australien, Julien Behr (Alfredo) stammt aus Frankreich. Trotzdem singen sie auf perfektem italienisch, was man nicht oft hört.  Alles in allem ist die Oper ein wunderbares Stück mit einer Mischung aus Drama, Liebe und tollen Effekten und Choreografien. 

Ein großes Dankeschön geht auch an die Techniker, Kartenverkäufer und alle, die man nicht auf der Bühne sieht. Ohne diese Menschen wäre diese Aufführung nicht möglich gewesen. Wir danken auch unseren Lehrern, die diesen Ausflug möglich gemacht haben und besonderer Dank geht an Herrn Schwarzenbach und Herrn Schlager, die mit uns in Bregenz waren. Dankeschön!!

Ein unvergessliches Kulturerlebnis, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.